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Was ist der VLC Player

Der VLC Media Player ist ein portabler, freier Mediaplayer, der sowohl diverse Audio-, Videocodecs, Dateiformate, als auch DVDs, Video-CDs und unterschiedliche Streaming-Protokolle unterstützt. Er kann auch als Server zum Streaming in Uni- oder Multicast Funktionen eingesetzt werden. Er unterstützt IPv4 und IPv6 und kann als Transcoder für Video und Audio-Formate verwendet werden.



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Der VLC Media Player wird seit 1999 vom VideoLAN-Team fortlaufend weiterentwickelt. Das Team besteht aus Studenten der französischen Ingenieurschule École Centrale Paris in Châtenay-Malabry bei Paris und Entwicklern aus über 20 Ländern, unter anderem den USA, den Niederlanden, Norwegen und Deutschland. Das Programm steht seit dem 1. Februar 2001 unter der GNU General Public License und kann daher kostenlos verbreitet und von jedermann verbessert werden.

Das GUI des VLC Media Players für die Windows- und Linux-Variante basierte bis Version 0.8.6 auf wxWidgets, seit Version 0.9.2 wird Qt verwendet.

Seit 7. Juli 2009 ist eine Version 1.0.0 des VLC Media Players verfügbar, welche zuvor mehrere Vorabversionen erfuhr.

Über die Geschichte des Logos gibt es einige Gerüchte. So sollen eines Tages Studenten eines der Netzwerk-Clubs der École centrale Paris betrunken mit einem Verkehrssicherungskegel nach Hause gekommen sein. Später ging aus diesem Club das VideoLAN-Projekt hervor. Als man ein Logo für das Programm suchte, fiel die Wahl auf den Kegel, aus dem zu diesem Zeitpunkt bereits eine beträchtliche Kegel-Sammlung hervorgegangen war.

Der VLC Media Player ist ein Teil der kompletten Streaming-Lösung des VideoLAN-Teams, womit beispielsweise die Versorgung eines Universitäts-Campus mit Fernsehen über einen einzigen Empfänger möglich ist, was auch der Anlass für die Entwicklung der Programme war. Ein weiterer Baustein dieser Lösung ist der VideoLAN Server, der aber durch spezielle Funktionen des VLC media player ersetzt wurde. Mehr zu dieser Streaming-Lösung findet sich im VideoLAN-Artikel.



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Besonders hervorzuheben ist die Vielseitigkeit des Programms, das nahezu jedes Format und jede Datei abspielt, auch unvollständige oder bruchstückhafte AVI-Dateien, was z. B. bei nicht vollständig heruntergeladenen Dateien der Fall sein kann. Dabei sind alle Standardfunktionen kommerzieller Produkte verfügbar. Zusätzlich können über Filter verschiedene Effekte in Echtzeit angewandt werden. So kann z. B. ein Video, das im Hochformat aufgenommen wurde, um 90° gedreht, und Farbfilter usw. können angewandt werden. Aus urheberrechtlichen Gründen ist die Wiedergabe von DRM-geschützten Formaten nicht möglich.

Das VideoLAN-Team entwickelt selbst keine Decoder oder Encoder (Codecs). Der VLC media player ist vielmehr als ein Rahmenprogramm zu verstehen, das diverse – getrennt entwickelte – Codecs unter einer Benutzeroberfläche vereint. Die bekanntesten sind u. a. FFmpeg, libmpeg2 und x264. Diese werden mit speziell entwickelten oder über Bibliotheken eingebundene Demultiplexer kombiniert. Dadurch unterscheiden sich Leseverhalten und Fehlertoleranz deutlich von anderen Wiedergabeprogrammen, die auf den genannten Codecs basieren. Ferner können auch Ausgabe-Bibliotheken wie SDL in VLC integriert sein.



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Der VLC Media Player läuft unter GNU/Linux, Microsoft Windows, Mac OS X, BeOS, Syllable. Einige andere Betriebssysteme wie z. B. BSD werden auch unterstützt, für sie gibt es aber keine vorkompilierten Binär-Pakete. Außerdem gibt es für Microsoft Windows eine portable (vom USB-Stick ohne Installation lauffähige) Version. Mittels Skins ist eine weitreichende Anpassung der Bedienoberfläche möglich.